Veranstaltungsarchiv

Vergangene Veranstaltungen des buchlabors:

Finissage: über bücher und fotografie – was ist das fotobuch?

Datum: 
Mittwoch, 10 Mai, 2017 - 17:00

finissage der ausstellung ›über bücher und fotografie – was ist das fotobuch?‹ am mittwoch, dem 10. mai 2017 ab 17.00h

vorträge
17.00h: begrüßung durch das buchlabor
17.15h: peter dekens, fotograf, gent
18.30h: stefan vanthuyne, fotograf / autor, antwerpen

adresse
fh dortmund, fb design, aula
max-ophüls-platz 2
44137 dortmund

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PETER DEKENS
peter dekens won the silver medal in the category of »die schönsten bücher aus aller welt 2017« from the stiftung buchkunst. »(un)expected« is a memorable photo project about the coping process of surviving relatives of suicides in west flanders. in 2008 the mother of documentary photographer peter dekens (bel) took her life and just recently a friend did the same. west flanders, the region where he grew up, has one of the highest suicide rates in europe, one and a half times higher than the european average and twice as many as the netherlands. every month in west-flanders 20 people commit suicide. during his research dekens came into contact with people who had experienced a suicide of a loved one. for some this happened totally unexpected, for another the traumatic event was not unexpected at all.
www.peterdekens.com

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STEFAN VANTHUYNE
stefan vanthuyne is a photographer, writer and researcher. he has published four artist’s books: »from here into oblivion, vol.1«, »remember the white horses«, »the hill that wasn’t« and »pulsar«. »the hill that wasn’t« was selected for tafels’ (tabels), a presentation of 80 artist’s books and special art books from holland and flanders.
he regularly writes about photography and photobooks for de standaard, oogst and knack focus. his articles have also been published in »extra (fomu)«, »1000 words«, »the ones we love magazine«, »tis blog«, »agenda magazine« and »snor«.
he is a researcher on photobook culture in belgium at »the royal academy of fine arts« antwerp and a member of the photography research group »thinking tools«, also at »the royal academy of fine arts« antwerp.
www.stefanvanthuyne.be

 

hitler umzingeln: zur komplexen typografie von "mein kampf"

Datum: 
Mittwoch, 3 Mai, 2017 - 18:00

Vortrag des buchlabor am Mittwoch, den 3. Mai 2017 um 18h in der Aula des FB Design:

Hitler umzingeln
Zur komplexen Typografie von »Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition«
Ein Vortrag von Rudolf Paulus und Dagmar Nathalie Gorbach

Mehr als zwölf Millionen Mal wurde Adolf Hitlers Propagandaschrift »Mein Kampf« bis 1945 gedruckt und verteilt. Jegliche Neuauflage war seither untersagt. 70 Jahre nach dem Tod Hitlers, veröffentlicht das Institut für Zeitgeschichte eine wissenschaftlich kommentierte Gesamtausgabe dieses berüchtigten Buches, dessen Auflage nach einem Jahr bereits über 90 000 Exemplare beträgt.

Typografie und Gestaltung für diese Ausgabe sind eine Herausforderung, da hier Hitlers wichtigste politische Schrift und damit die verbrecherische Politik des NS-Systems in umfangreichen Kommentaren eingeordnet wird. Dazu braucht es etwas Platz auf den Seiten und die Texte sollen gut und komfortabel gelesen werden können. Hitlers Behauptungen werden grafisch umzingelt. Das Layout der Seiten wurde im Hinblick auf schwierige typografische Texte der Buchgeschichte entwickelt. Die Buch-Ausstattung ist trotzdem sehr einfach. Schließlich wird trotz großem Buchformat und dem Umfang von 1948 Seiten kein Hitler-Denkmal erstellt.

Die Gestalter:
Rudolf Paulus Gorbach (1939), Studium der Drucktechnik und Typografie, Hersteller und Herstellungsleiter in Buchverlagen. Seit 1971 Büro für Typografie und Produktion vor allem für Buchverlage und im Kulturbereich. Mit dem Aufkommen von PC und Mac intensive Tätigkeit mit dem Elektronikbuch, Multimedia und kritischer Webgestaltung. Lehrtätigkeit seit 1968 an verschiedenen Hochschulen, Inhousseminare in Verlagen und Institutionen. Seit 1990 Veranstalter von »Typografie intensiv« (Jahreskurs Typografie). Autor verschiedener Bücher, Vorträge bei internationalen Tagungen. 11 Jahre erster Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft München.

Dagmar Nathalie Gorbach (1966), Ausbildung als Schriftsetzerin in einem Großbetrieb der Buchproduktion. Typografin in Augsburg, arbeitete bei namhaften Layoutsetzereien und Agenturen in Berlin, Hamburg und München. Berufsbegleitende, intensive Ausbildung in Typografie und Gestaltung. Gestaltet Bücher und Corporate Design. Impulsgeberin, konzeptionelle Mitinitiatorin und Prozessbegleitung der Gründungsphase einer reformpädagogischen Schule. 
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Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.
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buchlabor – institit für buchforschung (i.gr.)
Fachhochschule Dortmund
Fachbereich Design
Max-Ophüls-Platz 2
44137 Dortmund
 

ÜBER BÜCHER UND FOTOGRAFIE – was ist das fotobuch?

Datum: 
Freitag, 25 November, 2016 - 15:30

ausstellung und symposium
eröffnung: 25.11.2016 ab 15.30h

das buchlabor – institut für buchforschung (i. gr.) der fachhhochschule dortmund, fachbereich design und die uzwei kulturelle bildung veranstalten das forschungs- und ausstellungsprojekt dialoge über bücher zum thema über bücher und fotografie – was ist das fotobuch? der begriff fotobuch wird in der medialen diskussion – gerade im bereich der fotografie – ganz selbstverständlich benutzt, ist aber als allgemein gültige definition weder in der buchwissenschaft noch als buchgattung existent. das forschungsprojekt untersucht dezidiert den zusammenhang zwischen dem medium buch und dem bildmedium fotografie als eine außergewöhnlich funktionierende verbindung, die sich fragestellungen zur gestalt des buchkörpers, zum materialkanon und seiner technischen umsetzung widmet. in einer prozesshaften und ergebnisoffenen recherche wird ein fundierter und nachvollziehbarer kriterienkatalog zur einordnung und beurteilung zum ›buch mit fotografien‹ erstellt, angewandt und veröffentlicht.

die ausstellung präsentiert neben beiträgen des buchlabor die auswahl eines internationalen wettbewerbs und workshopergebnisse aus der zusammenarbeit mit 
der uzwei. die reihe dialoge über bücher versteht sich als diskussions- und ausstellungsraum für forschende und innovative ansätze der buchgestaltung.

programm
15.30h: begrüßung
16.00h: catharina graf, zürich
17.00h: felix koltermann, berlin
18.00h: ruben lundgren, peking
19.00h: eröffnung

adresse
dortmunder u – zentrum für kunst und krativität
uzwei, kulturelle bildung
leonie-reygers-terasse
44137 dortmund

ausstellungszeitraum
25.11.16 – 19.03.17

 

Finissage

Datum: 
Sonntag, 7 Juni, 2015 - 12:00
( V4 )  →  Mariko Takagi – Zwischen Schriftbild und Bildschrift: Das Lesen und Betrachten von Kanji im spielerischen Wechsel
   →  Roman Wilhelm – Ebenen der multilingualen Typografie

07. Juni 2015
12:00 Uhr

Dortmunder U
Uzwei

→ Mariko Takagi vermittelt zwischen den (Schrift-) Kulturen, wobei Typographie der gemeinsame Nenner ist. Takagi ist Typographin, Buchgestalterin und Autorin zahlreicher Bücher zur japanischen Kultur. Seit 2008 befasst sie sich mit der Erforschung der japanischen und chinesischen Typographie. Ihre Doktorarbeit an der HBK Braunschweig widmete sie der visuellen Begegnung zwischen dem Westen und Japan. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Darstellung der Schriftsysteme und der Typographie. Anschließend studierte sie an der University of Reading in England Schriftgestaltung, wo sie ein Konzept für eine Schrift entwickelte, die lateinische Buchstaben und japanische Schriftzeichen zusammen bringt. Takagi unterrichtet und forscht als Professorin für Typographie und Buchgestaltung seit 2010 in Hong Kong an der Academy of Visual Arts, Hong Kong Baptist University.
http://www.mikan.de

→ Roman Wilhelm studierte Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und später als Meisterschüler in der Fachklasse Prof. Smeijers (Schrift im Feld digitaler Medien) an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Von 2008 bis 2013 war er Mitglied der Forschungsgruppe Multilinguale Typografie (geleitet durch Prof. Rudi Baur) an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Haute école d’art et de design Genève. 2015 war er als Artist in Residence an der Hong Kong Baptist University (Academy of Visual Arts). Neben Lehrtätigkeiten an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig leitete er zahlreiche Workshops in Asien und Europa, wie etwa an der China Central Academy of Art (Beijing), der Hong Kong Polytechnic University (School of Design), der Seoul National University, dem ISIA Urbino oder an der Akademia Sztuk Pięknych w Gdańsku. Er beschäftigt sich vorrangig mit Fragen der mehrsprachigen Typografie und der transkulturellen Kommunikation sowie der Gestaltung von Multiskript-Fonts. Seine erste chinesische Schrift »Laowai Sung« erscheint 2015 bei Arphic, Taiwan.

Workshop

Datum: 
Samstag, 6 Juni, 2015 - 10:00
( W3 )  →  Roman Wilhelm – Viele Stimmen. Experiment zur Kommentarkultur

06. Juni 2015
10:00 Uhr

FH Dortmund
FB Design

Frage 1: Was kann uns mehrsprachige Typografie über Schriftmedien generell vermitteln? Frage 2: Was können uns alte chinesische Bücher über multilaterale Kommunikation sagen? Aus dem westlichen Buchkontext kennen wir die typografische Verwendung von Fußnoten, Marginalien, Kommentarspalten… ein Blick in chinesische Bücher führt zu der Erkenntnis: Es gibt auch alternative Formen der Annotation von Texten! Spannend für Gestalter ist dies nicht nur zur Erweiterung des typografischen Spektrums. Denn zusehends tritt die Logik des chinesischen Buches auch in China zugunsten westlicher Formatierungen in den Hintergrund. Muss das sein?
Im Workshop analysieren und diskutieren wir zunächst die funktionalen Komponenten ausgewählter chinesischer Klassikerausgaben, um diese mit zweisprachigen, kommentierten Ausgaben zu vergleichen. Dann startet das Experiment mit der Frage: Können wir alternative Formen der mehrsprachigen Kommentarausgabe eines chinesischen Werkes ersinnen, die auf kreative Weise die traditionelle visuelle Sprache der chinesischen Buchkultur respektvoll aufgreifen? Kann die Beschäftigung mit einer andersartigen Buchtradition unseren Blickwinkel auf Buchgestaltung verändern?
Voraussetzung ist das digitale Arbeiten (Indesign) – alternativ ist auch die manuelle Verwendung von Ausdrucken in Collagetechnik möglich.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Wir bitten euch um eine verbindliche Anmeldung unterueberlesen@buchlabor.net oder tragt euch einfach in die Liste an der Buchlabortür U23/25 ein.

Workshop

Datum: 
Donnerstag, 4 Juni, 2015 - 10:00
( W2 )  →  Mariko Takagi – Zwei Tage, ein Miniatur-Buch

04.–05. Juni 2015
10:00 Uhr

FH Dortmund
FB Design

Aller Anfang ist schwer. Besonders der Anfang eines neuen Buchprojektes. Der Prozess ein Buch zu entwickeln gilt als besonders komplex: die Wahl eines Themas, das Verfassen des Textes, die Entwicklung eines Gestaltungskonzeptes, die gestalterische Umsetzung und die Produktion. Diese Komplexität ist einerseits das Spannende am Bücher machen und andererseits ist es eine Hürde. Oft brüten wir auf Ideen zu lange herum, drehen sie so oft im Kopf herum – bis wir zu dem Schluss kommen, sie nicht in die Tat umzusetzen.
In dem Workshop »Zwei Tage, ein Miniatur-Buch« wollen wir uns diesen Herausforderungen stellen. Die Idee ist, durch festgelegte Rahmenbedingungen (Zeit, Format und Umfang), aber auch durch selbstdefinierte Regeln (einfaches Konzept und Gestaltungsmittel) innerhalb von zwei Tagen vom Konzept, über Visualisierung zum selbst gebundenen Buch zu gelangen.
Zum Workshop bringt die Leiterin, Mariko Takagi, gedrucktes aus Hong Kong mit, das in die Gestaltung des jeweiligen Buches einbezogen werden soll.
http://www.mikan.de

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Wir bitten euch um eine verbindliche Anmeldung unterueberlesen@buchlabor.net oder tragt euch einfach in die Liste an der Buchlabortür U23/25 ein.

Ringvorlesung

Datum: 
Mittwoch, 3 Juni, 2015 - 17:00
( V3 )  →  Gerard Unger – Wie man’s liest
   →  Achim Mohné + Uta Kopp –remotewords

03. Juni 2015
17:00 Uhr

Dortmunder U
Uzwei

→ Gerard Unger ist ein niederländischer Schriftgestalter. Er studierte Grafikdesign mit der Spezialisierung auf Typografie und Schriftgestaltung an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam. Nach seinem Studium arbeitete er als Freischaffender Designer an vielen verschiedenen Projekten im Bereich Corporate Design, Editorialdesign und Typografie. Außerdem gestaltete und veröffentlichte er unter anderem folgende Schriften: »Demos«, ist eine der ersten Schriften Ungers und auch der digitalen Schriften überhaupt; erworben werden kann diese Schrift bei Linotype. »Amerigo« gestaltete Unger 1986 für den Druck auf den ersten, wenig hochauflösenden Laserdruckern; erhältlich ist diese Schrift bei Bitstream. »Decoder« entstand 1992 während einer Zusammenarbeit mit Fontshop zum Thema Runen, wo sie nun auch erhältlich ist.
Als Professor war er in England und den Niederlanden tätig. Thema seiner Doktorarbeit war die von ihm gestaltete Schrift »Alverata«, inspiriert durch die Romantik des frühen Europa, kombiniert mit Entwicklungen aus Kunst und Design des zwanzigsten Jahrhunderts.
Des Weiteren war er als Autor tätig. Neben Zeitschriftenartikeln veröffentliche er auch das Buch »Wie man’s liest«, welches vom Niederländischen ins Deutsche, Italienische, Englische, Koreanische und Spanische übersetzt wurde.
http://www.gerardunger.com

→ Remotewords wurde 2007 als interdisziplinäres Projekt zwischen Kunst, Literatur, Design, Internetkultur und mobiler Navigationstechnologie von Achim Mohné und Uta Kopp gegründet. Ein künstlerisches Langzeitprojekt, das auf Dächern installierte Nachrichten durch virtuelle Globen wie Google Earth verbreitet. Die Botschaften werden in Form großer Buchstaben dauerhaft auf den Dächern angebracht. Der Ort und die Nachricht bilden konzeptuell eine semantische Einheit.

→ Achim Mohné studierte Fotografie an der Universität Essen und postgradual Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit 1998 arbeite er als freischaffender Künstler im Bereich neuer Medien. Zahlreiche Ausstellungen, Aktionen und Projekte im Bereich Videoinstallation, öffentliche Intervention, Computerbasierte Kommunikation, Überwachungstechnolgie und Sound. Unter anderen Stipendien der Villa Aurora, Kunststiftung NRW, Center for Land Use Interpretation, Los Angeles. Lehraufträge u. a. an der Akademie Münster, der Folkwang Universität der Künste Essen und der Indiana University Bloomington. Seit 2013 lehrt er Fotografie und Neue Medien an der Eidgenössisch Technischen Hochschule in Zürich (ETH).
→ Uta Kopp studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz und postgradual Mediengestaltung an der Kunsthochschule für Medien Köln. Sie arbeitet als selbständige Grafikdesignerin mit dem Schwerpunkt strategischen Designberatung, Konzeption von Designsystemen, Gestaltung und Produktion von Print- und Digitalmedien. Sie erhielt internationale Designpreise u.a. von Art Directors Club in New York, red dot design award, Essen; New Media Invision Award, San Francisco; EVA Innovations Award, Berlin; Eyes & Ears of Europe award, Köln; Promax-BDA award, Santa Monica, Designpreis Brandenburg. Lehraufträge führt sie u. a. an der Bergische Universität Wuppertal, FB F - Kunst und Design.
http://www.remotewords.net

Werkstattgespräche

Datum: 
Mittwoch, 20 Mai, 2015 - 16:00
( EI2 )  →  Yasemin Fakili – Ein kompakter Leitfaden für chinesische und lateinische Typografie
   →  Andreas Till – The Studio Reader
   →  Maxim Franke – Körperpartituren

20. Mai 2015
16:00 Uhr

Dortmunder U
Uzwei

→ Andreas Till ist freier Fotograf und Künstler. BA Fotografie an der FH Dortmund mit der Arbeit Hotel Existence bei Prof. Brügger und Prof. Gebhardt. 2010/11 Fulbright Stipendiat an der Ohio University in Athens, OH, USA bei Prof. Larson und Accoc. Prof. Klimek. Derzeit studiert er im MA Fotografie - Photographic Studies an der FH Dortmund und lebt in Berlin.
http://www.andreastill.com

→ Maxim Franke ist in Moskau, Russland geboren, studierte Violine und Viola an der Hochschule für Musik bei Moskauer Konservatorium. Nach Abschluss des Studiums wanderte er nach Deutschland aus. Von 1994 bis 2004 arbeitete er als Violinist bei mehreren Produktionen des Ballett Frankfurt mit »Self-meant to Govern« (Co-Komposition mit Thom Willems; Performance), »EIDOS:TELOS«, »Small Void« (»Quartette«) und vworkwithinwork«. Für die BBC-Dokumentarfilm »Solo« mit dem Choreographen William Forsythe machte er Vertonung mit der Violine, die 1996 den Preis »Best Video Music of the Year« bei dem Stockholmer Film Festival gewann. Er komponierte für Tanzkompanien: Ballet Gulbenkian, Bratislava Dance Theater, CobosMika Cie, Rogie & Company; Choreographen: Rui Horta, Bruno Listopad; Tanzproduktionen von: Muffathalle (München), Korzo Theater (Den Haag), Festival El Grec (Barcelona). Zusammen mit der Choreographin und Tänzerin Allison Brown kreierte er 2002 eine interaktive Performance für Musik und Tanz am Korzo Theater. Parallel zu seine musikalische Tätigkeit veröffentliche er photographische Beiträge bei dem Zeitschrift Tanz (ballett international/tanz aktuell).

Eröffnungssymposium

Datum: 
Samstag, 25 April, 2015 - 14:00

Eröffnungssymposium

( V1 )  →  Jan Filek – read/ability. Typografie und Lesbarkeit
   →  Ulrike Stoltz – Kreuz & Quer / Hin & Her – Über nicht-lineares Lesen in Büchern
   →  Ralf Herrmann – Speed Reading – über die Leserlichkeit von Schrift auf Straßenschildern

25. April 2015
14:00 Uhr

Dortmunder U
Uzwei

anschließende Ausstellungseröffnung um 18.00 Uhr

→ Jan Filek studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Düsseldorf mit den Schwerpunkten Corporate Design und Typografie. Seine Diplomarbeit »Read/ability – Typografie und Lesbarkeit« wurde 2013 im Verlag niggli veröffentlicht und bietet Designern auf 200 Seiten einen strukturierten Überblick über die neuesten Erkenntnisse aus Neurowissenschaften und Lesbarkeitsforschung und vergleicht diese mit Empfehlungen von Typografen und Schriftgestaltern. Durch die Kombination dieser Ergebnisse sollen weitergetragene Legenden bereinigt und Designern ein tieferes Verständnis für den Leseprozess vermittelt werden.
Ausgezeichnet u.a. mit dem Red Dot Design Award, German Design Award, DDC Award, ISTD International Typographic Award, Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner und Joseph Binder Award.

Jan Filek ist als freiberuflicher Art Director und Senior Designer für Privatkunden, Agenturen und Designbüros im Bereich der visuellen Kommunikation in Düsseldorf tätig.
http://www.janfilek.de

→ Ulrike Stoltz ist Professorin für Typografie und Buchgestaltung an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und Künstlerin mit den Schwerpunkten Buch, Typografie, Text (Lyrik, Anagramme), Klang. Seit fast 30 Jahren arbeitet Sie zusammen mit Uta Schneider – zuerst in der Gruppe »Unica T«, seit 2001 als Duo »usus«.
Das Buch »Kreuz & quer - hin & her, zappen bzw. nicht-lineares Lesen im Buch; ein Kaleidoskop« ist ein Essay: der Versuch, das Gewebe des Textes zu betrachten. Es ist ein Buch über Bücher: Wie wir Bücher lesen, wie wir Bücher machen: schreiben, setzen, gestalten; wie wir mit ihnen umgehen. Es geht um eine Bestandsaufnahme (typografische) Linie; Schrift als Text und Bild; schreiben und setzen; lesen; den virtuellen Raum des Textes; neue und andere Medien; Linie als Strukturprinzip; Modularisierung und Mosaike. Aufgezeigt werden Beispiele zur Praxis des nicht-linearen Schreibens; über »im Zickzack hin und her« lesen; für verschiedene Formen von »Kombinatorik« bis zu historischen Vorläufern (Scholastik) und von »Topografie/Kartografie« inspirierten Buchobjekten.
http://www.ulrikestoltz.de

→ Ralf Herrmann ist ein deutscher Schriftgestalter, Autor und Typograf. Er lebt und arbeitet in Weimar.
Nach zwei Ausbildungen im Designbereich studierte er Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität in Weimar. Mit einem Partner betrieb er seit 1999 eine Designagentur in Jena. Unter deren Dach entstanden verschiedene Nebenprojekte aus dem Bereich der Typografie, die aber mittlerweile den Arbeitsschwerpunkt von Herrmanns Arbeit bilden. Dazu zählen das Online-Portal »Typografie.info«, das Schriftenlabel »FDI Type« und das Typografie-Magazin »TypoJournal«.
http://www.ralf-herrmann.de

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