Unter Frauen

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Samaneh Khosravi

kriterien im detail

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Beteiligte: 
Fertiggestellt seit: 
September 2014
Betreuung: 
Prof. Jörg Winde, Prof. Dirk Gephardt
Abschlussarbeit: 
Ja
Exemplar im bl?: 
Nein

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Buchtypen: 
Kunst-/Fotoband
Format (mm):
200 ×
 270 ×
 15 mm
Gewicht: 
700g
Umfang: 
108 Seiten

Konzept

Entgegen der weit verbreiteten gegenwärtigen Meinung herrscht im Iran - besonders in den Großstädten – eine vielfältige, öffentlich zelebrierte Schönheitskultur. Der Iran ist zwar ein islamisches Land, dessen Gesetzgebung auf dem Koran basiert, dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Schönheit im Allgemeinen verboten wäre. Gesetzlich verboten, aber mittlerweile toleriert, ist für die Frau beispielsweise die zur Schaustellung des Körpers durch Körperbetonende und hautenge Kleidung und nicht korrekt bedecktem Haar. Bei Männern hingegen sind es kurze Hosen und kurzärmlige Hemden bzw. T-Shirts, die verboten sind. Besonders bei der Jugend im Iran, die zwischen Tradition und Moderne aufgewachsen ist, hat sich eine eigene Interpretation der „islamischen“ Schönheitsideale durchgesetzt. Zwar sind diesem Schönheitskult Grenzen gesetzt, dennoch lassen sich westliche sowie orientalische Einflüsse wiedererkennen. Wie die meisten Jugendliche und junge Erwachsene in der Welt, wird auch die junge Generation des Irans, die in der Zeit nach der islamischen Revolution 1979 geboren und aufgewachsen ist, von der Suche nach der eigenen Identität getrieben. Trotz des vorherrschenden gesellschaftlichen Systems, hat es die junge iranische Bevölkerung geschafft, Modetrends zu setzen, die sowohl – in den meisten Fällen – islamischer Kleiderordnung gerecht werden, als auch genügend Ausdrucksstärke besitzen, um ihre individuellen Persönlichkeit hervorzuheben. Auf den Straßen Irans, in den Einkaufmeilen und auf öffentlichen Plätzen, sieht man wie ideenreich und modern – teilweise sogar sehr westlich - sich die heutige Jugend kleidet. Die Reportage „Unter Frauen“ gibt einen intimen, weiblichen Einblick in die Parallelgesellschaft iranischer Frauen, ihren modischen Fantasien und ihrem Schönheitsbild, das nicht nur von Männern geprägt wird. Da Schönheitsideale sich stetig wandeln, ebenso wie sich auch Gesellschaften ununterbrochen verändern, wird durch diese fotografische Momentaufnahme ein flüchtiger, vielleicht sogar ein historisch bedeutsamer Zeitabschnitt festgehalten, der den Blick westlicher Länder auf die heutige iranische Gesellschaft verändern könnte.

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Buchkennung: 
2014 - 0308