Finissage

Datum: 
Sonntag, 7 Juni, 2015 - 12:00
( V4 )  →  Mariko Takagi – Zwischen Schriftbild und Bildschrift: Das Lesen und Betrachten von Kanji im spielerischen Wechsel
   →  Roman Wilhelm – Ebenen der multilingualen Typografie

07. Juni 2015
12:00 Uhr

Dortmunder U
Uzwei

→ Mariko Takagi vermittelt zwischen den (Schrift-) Kulturen, wobei Typographie der gemeinsame Nenner ist. Takagi ist Typographin, Buchgestalterin und Autorin zahlreicher Bücher zur japanischen Kultur. Seit 2008 befasst sie sich mit der Erforschung der japanischen und chinesischen Typographie. Ihre Doktorarbeit an der HBK Braunschweig widmete sie der visuellen Begegnung zwischen dem Westen und Japan. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Darstellung der Schriftsysteme und der Typographie. Anschließend studierte sie an der University of Reading in England Schriftgestaltung, wo sie ein Konzept für eine Schrift entwickelte, die lateinische Buchstaben und japanische Schriftzeichen zusammen bringt. Takagi unterrichtet und forscht als Professorin für Typographie und Buchgestaltung seit 2010 in Hong Kong an der Academy of Visual Arts, Hong Kong Baptist University.
http://www.mikan.de

→ Roman Wilhelm studierte Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und später als Meisterschüler in der Fachklasse Prof. Smeijers (Schrift im Feld digitaler Medien) an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Von 2008 bis 2013 war er Mitglied der Forschungsgruppe Multilinguale Typografie (geleitet durch Prof. Rudi Baur) an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Haute école d’art et de design Genève. 2015 war er als Artist in Residence an der Hong Kong Baptist University (Academy of Visual Arts). Neben Lehrtätigkeiten an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig leitete er zahlreiche Workshops in Asien und Europa, wie etwa an der China Central Academy of Art (Beijing), der Hong Kong Polytechnic University (School of Design), der Seoul National University, dem ISIA Urbino oder an der Akademia Sztuk Pięknych w Gdańsku. Er beschäftigt sich vorrangig mit Fragen der mehrsprachigen Typografie und der transkulturellen Kommunikation sowie der Gestaltung von Multiskript-Fonts. Seine erste chinesische Schrift »Laowai Sung« erscheint 2015 bei Arphic, Taiwan.