Food Waste

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Emine Ercihan

kriterien im detail

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Beteiligte: 
Fertiggestellt seit: 
Oktober 2013
Betreuung: 
Prof. Jörg Winde, Prof. Dirk Gebhardt
Abschlussarbeit: 
Ja
Exemplar im bl?: 
Nein

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Buchtypen: 
Kunst-/Fotoband
Format (mm):
422 ×
 294 ×
 14 mm
Gewicht: 
g
Umfang: 
Seiten

Konzept

FOOD WASTE Food Waste – Lebensmittelverschwendung ist ein allgegenwärtiges Problem. Sowohl im privaten Haushalt als auch in den Produktions- und Lieferketten von Lebensmitteln wird Nahrung täglich in großen Massen entsorgt. Zum einen wird dieser Zustand durch die mangelnde Verantwortung gegenüber Lebensmitteln hervorgerufen: Der nachlässige Umgang des Einzelnen führt durch die leichte Verderblichkeit von Lebensmitteln zu ihrer Ungenießbarkeit, sodass sie letztendlich im Müll landen müssen. Zum anderen wird durch Überangebot und Aussortierung nicht normgerechter Produkte eine beachtliche Verschwendung provoziert. Darüber hinaus scheint es auf der Welt ein Ungleichgewicht in der Produktion und Verteilung von Nahrung zu geben. Während auf der einen Seite Lebensmittel aufgrund von Überproduktion beseitigt werden, herrscht auf der anderen Seite immer noch eine Nahrungsknappheit. Das Projekt „Food Waste“ schafft einen alternativen emotionalen Zugang zur sonst sachlich diskutierten Thematik. Nicht mit bereits bekannten Bildern aus den Medien, die immer wieder Nahrungsabfälle dokumentieren, sondern durch eine Inszenierung des Verschwendeten wird ein neuer Raum zur Begegnung geschaffen. Hierbei findet ein bewusstes Arbeiten mit der Verschwendung statt. Der Betrachter wird in einen Raum geführt, der in dieser Art nicht existent ist. „Verschwendung“ wird zum absurden Raumelement. Der unverantwortliche Umgang mit Lebensmitteln ist in unserer Gesellschaft so sehr alltäglich und damit im Bewusstsein unauffällig geworden, dass erst durch die Inszenierung ein gezielter Fokus auf die Thematik gelegt werden kann, indem sie in die Normalität des Raumes einwirkt und ein Spannungsverhältnis beim Betrachter auslöst. Spürbar wird die Verschwendung für den Betrachter durch den schonungslosen und maßlosen Umgang mit Lebensmitteln, die in vielfachen Darstellungen gezeigt werden. So wird in den inszenierten Verschwendungs-Räumen ein emotionaler Interpretationsraum für den Betrachter geschaffen. Dieser ermöglicht den erweiterten Blick auf gesellschaftskritische Themenbereiche und stellt die Frage nach der Verantwortung eines jeden einzelnen gegenüber dem nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln.

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Buchkennung: 
2014 - 0317