Die unausweichliche Fehlbarkeit des Seins

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Episodensammlung über das Scheitern
Jana Kastrup

kriterien im detail

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Beteiligte: 
Fertiggestellt seit: 
September 2012
Betreuung: 
Ulrike Brückner
Abschlussarbeit: 
Exemplar im bl?: 
Nein

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Buchtypen: 
Belletristik
Kunst-/Fotoband
Format (mm):
200 ×
 256 ×
 65 mm
Gewicht: 
261g
Umfang: 
66 Seiten

Konzept

Scheitern – eine Episodensammlung Der Botschafter, der den Tod eines Menschen nicht verhindern kann. Der lang ersehnte Traumjob, der im Desaster endet. Der große finanzielle Schaden durch einen kurzen Moment mangelnder Wahrnehmung. Das Scheitern hat viele Facetten und ist doch immer eins: schmerzhaft. Es ist das Unerwartete, das Unbeherrschbare, der Richtungswechsel oder auch die Sackgasse, der Kontrollverlust, oftmals die falsche Entscheidung. Es ist die unumkehrbare Realität, die es so schwer für uns macht. Mit dem Scheitern, insbesondere mit unserem eigenen, setzen wir Menschen uns ausgesprochen ungern auseinander. Wir verdrängen den Schmerz, leugnen das Geschehene, suchen Schuldige und nennen es Schicksal. Dennoch scheitern wir trotz aller Mühen stetig und unvermeidbar. Je höher die Erwartungen und je größer die Bühne, um so härter trifft es uns. Diese Arbeit setzt sich mit einem Thema auseinander, dem wir in der Regel ausweichen. Sie zeigt den Schmerz, aber sie wirft auch die Frage auf, welches Potential etwas bieten kann, das wir im Nachhinein nicht mehr korrigieren können. Was können wir lernen und welche Chancen bietet uns eine veränderte Ausgangssituation? Ist Entwicklung ohne Fehler, ohne Zweifel, ohne den Blick nach hinten und den Schritt zurück überhaupt möglich? Das vorliegende Buch ist eine Episodensammlung über das Scheitern von Autoren aus meinem persönlichen Umfeld. Einzige Vorgabe ist die Ich-Erzählform, der Inhalt ist frei wählbar. Die Geschichten werden durch Statements ergänzt, die sich der Frage zu nähern versuchen, was Scheitern für jeden Einzelnen letztendlich bedeuten kann. Die formale Gestaltung interagiert dabei durch typografische und verarbeitungstechnische Eingriffe mit der jeweiligen Geschichte und lässt das Erlebte nachempfinden. Sie folgt der Dramaturgie und scheitert bisweilen bis zur Unkenntlichkeit. Jede Episode wird durch ein Portrait ergänzt, das sich seiner Funktion konsequent verweigert. Die persönlichen Erlebnisse fallen zurück in die Anonymität und es bleibt der Nachhall: „Es kann jedem passieren – was machst du daraus?“

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Buchkennung: 
2013 - 0243