dialoge über bücher – über lesen

Workshop

( W1 )  →  David Voss + Paula Kanefendt – spacereader

22.–25.04.2015
10:00 Uhr

FH Dortmund
FB Design

»Sich in einer Stadt nicht zurechtfinden heißt nicht viel. In einer Stadt sich aber zu verirren, braucht Schulung.« Walter Benjamin
In dem Workshop spacereader fragen David Voss und Paula Kanefendt danach was es bedeutet, einen Ort zu lesen wie ein Buch. Was sind die Seiten eines Ortes? Was die Wörter? Oder Buchstaben? Handelt es sich bei dem Ort um ein Sachbuch oder eher um einen Roman? Um Science Fiction, Krimi oder Telefonbuch? kommt man mit diesen Referenzen weiter, oder muss man ein neues Alphabet oder vielmehr ein eigenes Leitsystem entwickeln?
David Voss und Paula Kanefendt laden euch ein, diesen und weiteren, im Prozess sich auftuenden Fragen im Workshop spacereader zusammen nachzugehen und die Erkenntnisse, Gedanken, Bilder, Unklarheiten und Geschichten der gelesenen Orte festzuhalten.
Weitere Informationen unter: http://type-f.com/indeed.pdf
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Wir bitten euch um eine verbindliche Anmeldung: ueberlesen@buchlabor.net oder tragt euch einfach in die Liste an der Buchlabortür U23/25 ein.

 

Ringvorlesung

( V1 )  →  David Voss + Paula Kanefendt – spaceworks

22. April 2015
18:00 Uhr

FH Dortmund
FB Design, Aula

Das Anliegen von Indeed (Paula-Marie Kanefendt & David Voss) ist es, Denkanstöße zu formulieren und Bewusstwerdungs-Prozesse zu kreieren. Im Zentrum steht hierbei das Ermitteln, Vermitteln und Teilen von Wissen, sowie die Entwicklung und Erprobung neuer, konkreter Handlungsweisen.
Paula-Marie Kanefendt und David Voss haben bereits mehrfach als projektbezogenes Team erfolgreich zusammengearbeitet. Die bisherigen Aktionen bewegten sich in den Spannungsfeldern zeitgenössischer Kunst und Kultur, Vermittlung und Lehre, sowie der Stadtentwicklung und -forschung.
→ Paula-Marie Kanefendt erstellt freie künstlerische Arbeiten und konzipiert Vermittlungsprojekte mit künstlerischen Zielsetzungen. Sie studierte Kunst, Geschichte und Pädagogik in Leipzig.
Paula-Marie Kanefendt arbeitete bereits im museumspädagogischen Bereich und befasste sich mit der Vermittlung zeitgenössischer Kunst, u.a. an der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig. Sie ist aktives Mitglied im D21 Kunstraum. Derzeit absolviert sie ein Gastsemester an der Hochschule für Grafik und Buchkunst im Fachbereich Medienkunst.
→ David Voss ist diplomierter Grafikdesigner und Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB). Derzeit führt er sein eigenes Büro mit dem Schwerpunkt Konzeption und Gestaltung in den Bereichen Kunst, Kultur und Architektur in Leipzig. Zuvor arbeitete er für Designstudios in New York, Berlin und München.
Die Arbeiten von David Voss wurden mehrfach national und international ausgezeichnet. Parallel zu seinem Büro organisiert David Voss mit verschiedenen Partnern freie Projekte im Spannungsfeld von Kunst, Urbanistik und Bildung. Er ist zudem an verschiedenen Hochschulen in die Lehre involviert.
David Voss ist aktives Mitglied im Verein Kreatives Leipzig und Mitorganisator der Künstlerresidenz Blumen.
http://type-f.com/indeed.pdf

 

Eröffnungssymposium

( V1 )  →  Jan Filek – read/ability. Typografie und Lesbarkeit
   →  Ulrike Stoltz – Kreuz & Quer / Hin & Her – Über nicht-lineares Lesen in Büchern
   →  Ralf Herrmann – Speed Reading – über die Leserlichkeit von Schrift auf Straßenschildern

25. April 2015
14:00 Uhr

Dortmunder U
Uzwei

anschließende Ausstellungseröffnung um 18.00 Uhr

→ Jan Filek studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Düsseldorf mit den Schwerpunkten Corporate Design und Typografie. Seine Diplomarbeit »Read/ability – Typografie und Lesbarkeit« wurde 2013 im Verlag niggli veröffentlicht und bietet Designern auf 200 Seiten einen strukturierten Überblick über die neuesten Erkenntnisse aus Neurowissenschaften und Lesbarkeitsforschung und vergleicht diese mit Empfehlungen von Typografen und Schriftgestaltern. Durch die Kombination dieser Ergebnisse sollen weitergetragene Legenden bereinigt und Designern ein tieferes Verständnis für den Leseprozess vermittelt werden.
Ausgezeichnet u.a. mit dem Red Dot Design Award, German Design Award, DDC Award, ISTD International Typographic Award, Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner und Joseph Binder Award.

Jan Filek ist als freiberuflicher Art Director und Senior Designer für Privatkunden, Agenturen und Designbüros im Bereich der visuellen Kommunikation in Düsseldorf tätig.
http://www.janfilek.de

→ Ulrike Stoltz ist Professorin für Typografie und Buchgestaltung an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und Künstlerin mit den Schwerpunkten Buch, Typografie, Text (Lyrik, Anagramme), Klang. Seit fast 30 Jahren arbeitet Sie zusammen mit Uta Schneider – zuerst in der Gruppe »Unica T«, seit 2001 als Duo »usus«.
Das Buch »Kreuz & quer - hin & her, zappen bzw. nicht-lineares Lesen im Buch; ein Kaleidoskop« ist ein Essay: der Versuch, das Gewebe des Textes zu betrachten. Es ist ein Buch über Bücher: Wie wir Bücher lesen, wie wir Bücher machen: schreiben, setzen, gestalten; wie wir mit ihnen umgehen. Es geht um eine Bestandsaufnahme (typografische) Linie; Schrift als Text und Bild; schreiben und setzen; lesen; den virtuellen Raum des Textes; neue und andere Medien; Linie als Strukturprinzip; Modularisierung und Mosaike. Aufgezeigt werden Beispiele zur Praxis des nicht-linearen Schreibens; über »im Zickzack hin und her« lesen; für verschiedene Formen von »Kombinatorik« bis zu historischen Vorläufern (Scholastik) und von »Topografie/Kartografie« inspirierten Buchobjekten.
http://www.ulrikestoltz.de

→ Ralf Herrmann ist ein deutscher Schriftgestalter, Autor und Typograf. Er lebt und arbeitet in Weimar.
Nach zwei Ausbildungen im Designbereich studierte er Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität in Weimar. Mit einem Partner betrieb er seit 1999 eine Designagentur in Jena. Unter deren Dach entstanden verschiedene Nebenprojekte aus dem Bereich der Typografie, die aber mittlerweile den Arbeitsschwerpunkt von Herrmanns Arbeit bilden. Dazu zählen das Online-Portal »Typografie.info«, das Schriftenlabel »FDI Type« und das Typografie-Magazin »TypoJournal«.
http://www.ralf-herrmann.de

 

 

Werkstattgespräche

( EI2 )  →  Andreas Bülhoff – doppelspaltversuch
   →  Yasemin Fakili – Ein kompakter Leitfaden für chinesische und lateinische Typografie
   →  Andreas Till – The Studio Reader
   →  Maxim Franke – Körperpartituren
   →  Wo wollen wir eigentlich hin?

20. Mai 2015
16:00 Uhr

Dortmunder U
Uzwei

→ Andreas Bülhoff wurde 1987 in Gladbeck geboren und ist im Ruhrgebiet aufgewachsen. Derzeit lebt und studiert er in Berlin. Seine Gedichte erschienen bisher in der Anthologie »Westfalen, sonst nichts?«, sowie in »randnummer« und dem Magazin für junge Literatur und Fotografie »STILL«. Für die siebte Ausgabe führte er die Textredaktion bei dem Projekt »Der Greif«.

→ Andreas Till ist freier Fotograf und Künstler. BA Fotografie an der FH Dortmund mit der Arbeit Hotel Existence bei Prof. Brügger und Prof. Gebhardt. 2010/11 Fulbright Stipendiat an der Ohio University in Athens, OH, USA bei Prof. Larson und Accoc. Prof. Klimek. Derzeit studiert er im MA Fotografie - Photographic Studies an der FH Dortmund und lebt in Berlin.
http://www.andreastill.com

→ Maxim Franke ist in Moskau, Russland geboren, studierte Violine und Viola an der Hochschule für Musik bei Moskauer Konservatorium. Nach Abschluss des Studiums wanderte er nach Deutschland aus. Von 1994 bis 2004 arbeitete er als Violinist bei mehreren Produktionen des Ballett Frankfurt mit »Self-meant to Govern« (Co-Komposition mit Thom Willems; Performance), »EIDOS:TELOS«, »Small Void« (»Quartette«) und vworkwithinwork«. Für die BBC-Dokumentarfilm »Solo« mit dem Choreographen William Forsythe machte er Vertonung mit der Violine, die 1996 den Preis »Best Video Music of the Year« bei dem Stockholmer Film Festival gewann. Er komponierte für Tanzkompanien: Ballet Gulbenkian, Bratislava Dance Theater, CobosMika Cie, Rogie & Company; Choreographen: Rui Horta, Bruno Listopad; Tanzproduktionen von: Muffathalle (München), Korzo Theater (Den Haag), Festival El Grec (Barcelona). Zusammen mit der Choreographin und Tänzerin Allison Brown kreierte er 2002 eine interaktive Performance für Musik und Tanz am Korzo Theater. Parallel zu seine musikalische Tätigkeit veröffentliche er photographische Beiträge bei dem Zeitschrift Tanz (ballett international/tanz aktuell).

→ Designstudenten der FH Dortmund und des Dessau Department of Design beschäftigten sich mit den (Un)Möglichkeiten des mobilen Seins in Zeiten von lückenloser Vernetzung und permanenter Erreichbarkeit. Wir sind da, aber nicht da, wo wir sind. Wo bin ich, wenn ich reise? Die Gruppe war mit einem mobilen Arbeitsplatz in einem umgebauten Transporter in Dessau und Dortmund unterwegs. Die Reisen wurden mit den zur Verfügung stehenden mobilen Geräten und analog dokumentiert. Das Projekt wird mit Workshopergebnissen, Dokufilmen und der zusammenfassenden Publikation »mobile book« präsentiert. Die Publikation wurde mit dem E-Mail Programm gestaltet. Dies greift zum einen den Kerngedanken auf, mobiles Arbeiten medial abzubilden und zum anderen stellt es eine Untersuchung des Mediums auf visuelle Eigenheiten und den Einfluss auf die zu vermittelnden Inhalte dar. Das »mobile book« manifestiert sich in verschiedenen Medien: Wandbild, Buch, E-Mail.
http://wohin.buchlabor.net

 

Ringvorlesung

( V3 )  →  Gerard Unger – Wie man’s liest
   →  Achim Mohné + Uta Kopp –remotewords

03. Juni 2015
17:00 Uhr

Dortmunder U
Uzwei

→ Gerard Unger ist ein niederländischer Schriftgestalter. Er studierte Grafikdesign mit der Spezialisierung auf Typografie und Schriftgestaltung an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam. Nach seinem Studium arbeitete er als Freischaffender Designer an vielen verschiedenen Projekten im Bereich Corporate Design, Editorialdesign und Typografie. Außerdem gestaltete und veröffentlichte er unter anderem folgende Schriften: »Demos«, ist eine der ersten Schriften Ungers und auch der digitalen Schriften überhaupt; erworben werden kann diese Schrift bei Linotype. »Amerigo« gestaltete Unger 1986 für den Druck auf den ersten, wenig hochauflösenden Laserdruckern; erhältlich ist diese Schrift bei Bitstream. »Decoder« entstand 1992 während einer Zusammenarbeit mit Fontshop zum Thema Runen, wo sie nun auch erhältlich ist.
Als Professor war er in England und den Niederlanden tätig. Thema seiner Doktorarbeit war die von ihm gestaltete Schrift »Alverata«, inspiriert durch die Romantik des frühen Europa, kombiniert mit Entwicklungen aus Kunst und Design des zwanzigsten Jahrhunderts.
Des Weiteren war er als Autor tätig. Neben Zeitschriftenartikeln veröffentliche er auch das Buch »Wie man’s liest«, welches vom Niederländischen ins Deutsche, Italienische, Englische, Koreanische und Spanische übersetzt wurde.
http://www.gerardunger.com

→ Remotewords wurde 2007 als interdisziplinäres Projekt zwischen Kunst, Literatur, Design, Internetkultur und mobiler Navigationstechnologie von Achim Mohné und Uta Kopp gegründet. Ein künstlerisches Langzeitprojekt, das auf Dächern installierte Nachrichten durch virtuelle Globen wie Google Earth verbreitet. Die Botschaften werden in Form großer Buchstaben dauerhaft auf den Dächern angebracht. Der Ort und die Nachricht bilden konzeptuell eine semantische Einheit.

→ Achim Mohné studierte Fotografie an der Universität Essen und postgradual Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit 1998 arbeite er als freischaffender Künstler im Bereich neuer Medien. Zahlreiche Ausstellungen, Aktionen und Projekte im Bereich Videoinstallation, öffentliche Intervention, Computerbasierte Kommunikation, Überwachungstechnolgie und Sound. Unter anderen Stipendien der Villa Aurora, Kunststiftung NRW, Center for Land Use Interpretation, Los Angeles. Lehraufträge u. a. an der Akademie Münster, der Folkwang Universität der Künste Essen und der Indiana University Bloomington. Seit 2013 lehrt er Fotografie und Neue Medien an der Eidgenössisch Technischen Hochschule in Zürich (ETH).
→ Uta Kopp studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz und postgradual Mediengestaltung an der Kunsthochschule für Medien Köln. Sie arbeitet als selbständige Grafikdesignerin mit dem Schwerpunkt strategischen Designberatung, Konzeption von Designsystemen, Gestaltung und Produktion von Print- und Digitalmedien. Sie erhielt internationale Designpreise u.a. von Art Directors Club in New York, red dot design award, Essen; New Media Invision Award, San Francisco; EVA Innovations Award, Berlin; Eyes & Ears of Europe award, Köln; Promax-BDA award, Santa Monica, Designpreis Brandenburg. Lehraufträge führt sie u. a. an der Bergische Universität Wuppertal, FB F - Kunst und Design.
http://www.remotewords.net

 

Workshop

( W2 )  →  Mariko Takagi – Zwei Tage, ein Miniatur-Buch

04.–05. Juni 2015
10:00 Uhr

FH Dortmund
FB Design

Aller Anfang ist schwer. Besonders der Anfang eines neuen Buchprojektes. Der Prozess ein Buch zu entwickeln gilt als besonders komplex: die Wahl eines Themas, das Verfassen des Textes, die Entwicklung eines Gestaltungskonzeptes, die gestalterische Umsetzung und die Produktion. Diese Komplexität ist einerseits das Spannende am Bücher machen und andererseits ist es eine Hürde. Oft brüten wir auf Ideen zu lange herum, drehen sie so oft im Kopf herum – bis wir zu dem Schluss kommen, sie nicht in die Tat umzusetzen.
In dem Workshop »Zwei Tage, ein Miniatur-Buch« wollen wir uns diesen Herausforderungen stellen. Die Idee ist, durch festgelegte Rahmenbedingungen (Zeit, Format und Umfang), aber auch durch selbstdefinierte Regeln (einfaches Konzept und Gestaltungsmittel) innerhalb von zwei Tagen vom Konzept, über Visualisierung zum selbst gebundenen Buch zu gelangen.
Zum Workshop bringt die Leiterin, Mariko Takagi, gedrucktes aus Hong Kong mit, das in die Gestaltung des jeweiligen Buches einbezogen werden soll.
http://www.mikan.de

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Wir bitten euch um eine verbindliche Anmeldung unterueberlesen@buchlabor.net oder tragt euch einfach in die Liste an der Buchlabortür U23/25 ein.

 

Workshop

( W3 )  →  Roman Wilhelm – Viele Stimmen. Experiment zur Kommentarkultur

06. Juni 2015
10:00 Uhr

FH Dortmund
FB Design

Frage 1: Was kann uns mehrsprachige Typografie über Schriftmedien generell vermitteln? Frage 2: Was können uns alte chinesische Bücher über multilaterale Kommunikation sagen? Aus dem westlichen Buchkontext kennen wir die typografische Verwendung von Fußnoten, Marginalien, Kommentarspalten… ein Blick in chinesische Bücher führt zu der Erkenntnis: Es gibt auch alternative Formen der Annotation von Texten! Spannend für Gestalter ist dies nicht nur zur Erweiterung des typografischen Spektrums. Denn zusehends tritt die Logik des chinesischen Buches auch in China zugunsten westlicher Formatierungen in den Hintergrund. Muss das sein?
Im Workshop analysieren und diskutieren wir zunächst die funktionalen Komponenten ausgewählter chinesischer Klassikerausgaben, um diese mit zweisprachigen, kommentierten Ausgaben zu vergleichen. Dann startet das Experiment mit der Frage: Können wir alternative Formen der mehrsprachigen Kommentarausgabe eines chinesischen Werkes ersinnen, die auf kreative Weise die traditionelle visuelle Sprache der chinesischen Buchkultur respektvoll aufgreifen? Kann die Beschäftigung mit einer andersartigen Buchtradition unseren Blickwinkel auf Buchgestaltung verändern?
Voraussetzung ist das digitale Arbeiten (Indesign) – alternativ ist auch die manuelle Verwendung von Ausdrucken in Collagetechnik möglich.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Wir bitten euch um eine verbindliche Anmeldung unterueberlesen@buchlabor.net oder tragt euch einfach in die Liste an der Buchlabortür U23/25 ein.

 

Finissage

( V4 )  →  Mariko Takagi – Zwischen Schriftbild und Bildschrift: Das Lesen und Betrachten von Kanji im spielerischen Wechsel
   →  Roman Wilhelm – Ebenen der multilingualen Typografie

07. Juni 2015
12:00 Uhr

Dortmunder U
Uzwei

→ Mariko Takagi vermittelt zwischen den (Schrift-) Kulturen, wobei Typographie der gemeinsame Nenner ist. Takagi ist Typographin, Buchgestalterin und Autorin zahlreicher Bücher zur japanischen Kultur. Seit 2008 befasst sie sich mit der Erforschung der japanischen und chinesischen Typographie. Ihre Doktorarbeit an der HBK Braunschweig widmete sie der visuellen Begegnung zwischen dem Westen und Japan. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Darstellung der Schriftsysteme und der Typographie. Anschließend studierte sie an der University of Reading in England Schriftgestaltung, wo sie ein Konzept für eine Schrift entwickelte, die lateinische Buchstaben und japanische Schriftzeichen zusammen bringt. Takagi unterrichtet und forscht als Professorin für Typographie und Buchgestaltung seit 2010 in Hong Kong an der Academy of Visual Arts, Hong Kong Baptist University.
http://www.mikan.de

→ Roman Wilhelm studierte Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und später als Meisterschüler in der Fachklasse Prof. Smeijers (Schrift im Feld digitaler Medien) an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Von 2008 bis 2013 war er Mitglied der Forschungsgruppe Multilinguale Typografie (geleitet durch Prof. Rudi Baur) an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Haute école d’art et de design Genève. 2015 war er als Artist in Residence an der Hong Kong Baptist University (Academy of Visual Arts). Neben Lehrtätigkeiten an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig leitete er zahlreiche Workshops in Asien und Europa, wie etwa an der China Central Academy of Art (Beijing), der Hong Kong Polytechnic University (School of Design), der Seoul National University, dem ISIA Urbino oder an der Akademia Sztuk Pięknych w Gdańsku. Er beschäftigt sich vorrangig mit Fragen der mehrsprachigen Typografie und der transkulturellen Kommunikation sowie der Gestaltung von Multiskript-Fonts. Seine erste chinesische Schrift »Laowai Sung« erscheint 2015 bei Arphic, Taiwan.