Deät Lun

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Marc Seeger

kriterien im detail

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Beteiligte: 
Fertiggestellt seit: 
Januar 2014
Betreuung: 
Prof. Dirk Gebhardt
Abschlussarbeit: 
Ja
Exemplar im bl?: 
Ja

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Buchtypen: 
Kunst-/Fotoband
Format (mm):
207 ×
 294 ×
 15 mm
Gewicht: 
689g
Umfang: 
88 Seiten

Konzept

Deät Lun, Hallunder Friesisch für: das Land, Helgoland. Dieses kleine Eiland in der Nordsee, aus zwei Teilen bestehend, dem roten Buntsandsteinfelsen und der Düne, umfasst gerade mal 1,7 qkm und hat etwa 1500 Einwohner. Helgoland hat eine beeindruckende Geschichte: es stand unter dänischer, englischer und dann wieder unter deutscher Verwaltung. Zweimal wurde es flächenmäßig erweitert und zur militärischen Seefestung ausgebaut. Beides mal musste die Bevölkerung komplett evakuiert werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde die beiden Ortsteile Ober- und Unterland durch alliierte Bombenangriffe dem Erdboden gleichgemacht, 1947 wurde die mit Bunkeranlagen durchzogene Südspitze des Felsens gesprengt. Jahrelang diente Helgoland als Bombenabwurfsziel für die britische Air Force. Nach der Rückgabe der Insel an Deutschland 1951 wurde ein Wettbewerb zum Wiederaufbau ausgeschrieben. Eine technische Kommission wertete die Einsendungen aus, vergab Preise und erstellte einen Aufbauplan. In den Jahren 1952 bis 1962 entstand eine geplante kleine Stadt, die klimatische, historische, touristische, und infrastrukturelle Aspekte miteinander verband und in einem geschlossenen architektonischen Gesamtensemble zum Ausdruck brachte. Heute steht Helgoland weitestgehend unter Denkmalschutz. Die fotografische Arbeit Deät Lun dokumentiert die Besonderheit dieser geplanten Siedlung, die Bebauung mit ihren strengen und machmal skurril anmutenden geometrischen Formen, die expressive Farbgebung und ungewöhnliche Blicke und Eindrücke. Helgoland wirkt stellenweise wie eine aus der Zeit gefallenen Filmkulisse, an vielen Ecken kann man noch den Charme der Fünfziger Jahre spüren.

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Buchkennung: 
2014 - 0285