Das Buch
I bit my tongue and stood in line
| Allgemein | |
|---|---|
| Titel: | I bit my tongue and stood in line |
| Untertitel: | - |
| Autor: | Alena Schmick |
| Beteiligte: | - |
| Fertiggestellt seit: | November 2011 |
| Betreuung: | Jörg Winde, Kai Jünnemann |
| Abschlussarbeit: | Ja |
| Exemplar im bl vorhanden: | Ja |
| Buchtypen: | Kunst-/Fotoband |
| Format (mm): | 202×267×12,6 |
| Gewicht: | 415g |
| Umfang: | 72 Seiten |
Konzept
William Faulkner schrieb einmal: „The past is never dead. It‘s not even past“. So spuken in jedem von uns Geister der Vergangenheit, die uns nicht loslassen, unsere Gegenwart prägen und uns immer wieder zum Nachdenken bringen. Eine am meisten in Erinnerung geblieben Phase meines Lebens war die Adoleszenz, ein Lebensabschnitt der Veränderungen, innerer Zerrissenheit und Unsicherheit. Für meine Bachelorarbeit beschloss ich noch einmal auf diese Zeit zurückzublicken.
Dabei entstanden drei Kapitel mit gegensätzlichen Stimmungen, die an verschiedene Aspekte der Jugend, die mir wichtig waren, erinnern. Die Geschichten, die hier erzählt werden, sind meine eigenen. Die Modelle, selbst gerade sehr jung, sind Protagonisten meiner Erzählung.
Erstes Kapitel: „Tonight is the Night“
Geprägt von amerikanischen Teeniefilmen in meiner eigenen Jugend, widme ich die erste Geschichte der Figur der „Prom Queen“, dem beliebtesten Mädchen der Schule. Die „Prom Night“ bildet den Höhepunkt vieler Jugendfilme, denn an diesem magischen Tag kann eine unbeliebte Schülerin sich vom hässlichen Entlein in Everybody‘s Darling verwandeln und endlich zeigen, was in ihr steckt. Die Wahl zur Ballkönigin steht für den Wunsch beliebt zu sein und von anderen anerkannt zu werden. Diese Bestätigung glaubt man durch gutes Aussehen und Angepasstheit zu bekommen.
Meine Protagonistin ist nur in ihren Träumen die Ballkönigin. Sie stellt sich vor, wie ihr Vater vor dem Ball noch schnell ein Foto von ihr für das Familienalbum macht, wie sie mit ihren Freundinnen in der Umkleidekabine heimlich trinkt und lacht. Doch dann wacht sie aus ihrem Traum auf. Der Ball ist schon längst vorbei, niemand würde sie wirklich zum beliebtesten Mädchen der Schule wählen, sie ist allein in der tristen Turnhalle und das Kleid, das ihre Mutter ihr gab, war nicht einmal zu ihren eigenen Zeiten modern.
Zweites Kapitel: „Things We Lost in the Fire“
In der zweiten Geschichte geht es um eine rebellische Haltung, die ein Mädchen in der Pubertät entwickeln kann. Wenn die Kindheit vorbei ist, versucht man sein Ich zu definieren, stößt auf Unverständnis seitens Elternhaus und Schule. Es kommt zu einem Konflikt, einem Wunsch nach Ausbruch aus der gewohnten Umgebung, den Rollen, die Eltern einem vorleben, aus dem Druck nach Leistung, der von der Gesellschaft ausgeht.
Die Darstellerin ist nicht mehr das Mädchen aus dem ersten Kapitel, die beliebt sein möchte und ihre Mutter als Vorbild betrachtet. Sie versucht ihren eigenen Weg zu gehen, der aber letztenendes genau so aussieht wie der Weg der anderen Gleichaltrigen.
Drittes Kapitel: „I am a Wolf, but I like to wear Sheeps Clothing“
Die Portraits der heranwachsenden Mädchen in der Natur stehen für eine eigene, intime Welt, die aufgebaut wird um sich zurückzuziehen, herauszufinden wer man ist und wer man sein möchte. Abseits der Familie, der Medien und des gesellschaftlichen Drucks. Eine Welt, die nur für einen selbst existiert, unangetastet bleiben soll.
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