Das Buch
Ching, Ching, Chinghis Khan
| Allgemein | |
|---|---|
| Titel: | Ching, Ching, Chinghis Khan |
| Untertitel: | A New Generation in Mongolia |
| Autor: | Maurice Kohl |
| Beteiligte: | - |
| Fertiggestellt seit: | - |
| Betreuung: | - |
| Abschlussarbeit: | Nein |
| Exemplar im bl vorhanden: | Nein |
| Buchtypen: | Kunst-/Fotoband |
| Format (mm): | 214×304×16,8 |
| Gewicht: | 834g |
| Umfang: | - |
Konzept
Maurice Kohl bereiste für seine Diplomarbeit am Fachbereich Design an der Fachhochschule Dortmund 10 Wochen ein uns weitgehend unbekanntes Land – die Mongolei. Als Betrachter des Fotobuches wird man neben den sensibel fotografierten und ausdrucksstarken Portraits jugendlicher Mongolen zwischen 11 und 18 Jahren aus den Bereichen Sport, Musik und Religion, auch Stadtansichten und Innenaufnahmen der Kapitale Ulaanbaatar sehen können. Mal schauen die Jugendlichen neugierig selbstbewußt mal zurückhaltend unsicher. Thema der Bilder ist die Suche nach der eigenen Identität und die Widersprüchlichkeit zwischen Kindsein und Erwachsen werden, modernen westlichem Leben und alten Traditionen, Stadt und Land.
Das Stadium des Heranwachsens entspricht sinnfällig der Transformation der Mongolei von einer kommunistischen Diktatur zur kapitalistischen Demokratie seit 1992. Die erklärte Absicht des Fotografen bestand darin, gegen romantische Klischees von friedlichen Trachtenträgern in idyllischer Landschaft dokumentarische Bilder eines Bevölkerungsquerschnitts zu setzen, über den hierzulande bereits einige Betrachter gesagt haben: “Die sehen ja aus wie bei uns!” Allerdings ging es auch nicht darum, touristische Exotica aufzuspüren, sondern einen neutralen und unvoreingenommenen Blick auf “die Anderen” zu richten. Im Erkennen, dass das “Andere” jedoch gar nicht so anders ist, erscheint das “Eigene” fragwürdig.
Denn aufgrund welcher Differenz soll sich dann noch jenes “Eigene” bestimmen lassen? Folglich begegnen wir in den von Maurice Kohl fotografierten Mongolen zunächst uns selbst - zumindest, wenn wir sie vorbehaltlos betrachten. Und schließlich erkennen wir die Porträtierten als vielversprechende Zeitgenossen in einer Welt scheinbar aufgehobener Grenzen.
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