COUVE E CORAGEM

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Ensaio fotográfico sobre as hortas urbanas de Lisboa, Portugal
Lioba Keuck

kriterien im detail

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Beteiligte: 
Etienne Roeder, Virginia Valente
Fertiggestellt seit: 
Februar 2013
Betreuung: 
Prof. Dirk Gebhardt, Prof. Mareike Foecking
Abschlussarbeit: 
Ja
Exemplar im bl?: 
Ja

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Buchtypen: 
Kunst-/Fotoband
Format (mm):
300 ×
 400 ×
 6 mm
Gewicht: 
369g
Umfang: 
64 Seiten

Konzept

In den Außenvierteln der Stadt Lissabons sind ca. 80 Hektar Brachfläche bedeckt mit urbanen Gemüsegärten – aus purer Notwendigkeit in Zeiten sozialer Ungleichheit. Das bestellte Land gehört den Menschen, die es beackern, nicht – morgen schon kann es ihnen wieder genommen werden. Und dennoch sind sie mit ihrem ungeheuren Mut jeden Tag aufs Neue dort. Über zwei Jahre habe ich einige der Menschen auf ihren Feldern zwischen Hochhäusern und Schnell- straßen begleitet. Die gewählte Form des Journals/einer Form von „Zeitung“ entspricht der Aktualität und Dringlichkeit des Themas, und dem Anspruch die Geschichte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dennoch soll durch Papier und Druckqualität die Fotografie gewürdigt und im Mittelpunkt behalten werden. Im Journal werden vier ausgewählte Protagonisten- Einheiten gezeigt. Jede von ihnen hat ihre eigenen Schwerpunkte in den erzählenden Bildern und wird zudem mit einem Portrait präsentiert. Das Heft findet seine Struktur im Takt der Bilder von den bei Nacht fotografierten Zäunen der informellen Gärten, die jeweils als Kapitelunterteilung für eine neue Protagonisten-Einheit gelten. Darüber hinaus werfen sie künstlerisch die Frage um den besetzen Raum auf, bilden Einstieg wie auch Ausstieg der einzelnen Geschichten. In den Geschichten der Kleinbauern sind viele Aspekte und Fragen an den Menschen und seine Stellung in der Gesellschaft vereint. Vermittelt werden sie hier bewusst ohne viel bildbeschreibenden Text, sondern rein durch O-Töne der Protagonisten, leise und genau deshalb eindringlich für den Leser und Betrachter: die Kleinbauern sprechen mir ihrer eigenen Stimme. So finden sich im Journal unterschiedliche, aber zusammenwirkende „Taktungen“ – die der Zaunbilder als Unterteilungen, die einzelnen Protagonisten als Bildgeschichten, und die Texte als chronologischer Ablauf eines gärtnerischen Prozesses vom Anfang bis zu einem Ende. Ergänzt wird die Arbeit am Ende durch einen Essay von Étienne Roeder und Lioba Keuck, der ein paar Fragen zur Situation der Kleinbauern beleuchtet und weitere Gedanken aufwirft.

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Buchkennung: 
2013 - 0256