Angli~can

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Anglizismen – Einschätzung zu ihrer Wirkung auf die Qualität und Effektivität von Kommunikation
Jan Leismann

kriterien im detail

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Beteiligte: 
Arne Sonnabend, Lasse Scherffig
Fertiggestellt seit: 
März 2014
Betreuung: 
Prof. Sabine an Huef, Arne Sonnabend
Abschlussarbeit: 
Exemplar im bl?: 
Ja

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Buchtypen: 
-
Format (mm):
×
  ×
  mm
Gewicht: 
g
Umfang: 
Seiten

Konzept

Ziel des Projekts Angli~can ist eine ergebnisorientierte Einschätzung von Anglizismen zur Wirkung auf die Qualität und Effektivität von Kommunikation, losgelöst von einer möglicherweise herausgeforderten Identifikation mit dieser Form des Sprachgebrauchs. Die Möglichkeiten der App, Inhalte auch spielerisch zu vermitteln, sollen dabei helfen, Sprache als eine Art wandlungsfähiges Werkzeug zu sehen. Für die inhaltliche Auseinandersetzung habe ich die Thematik auf drei Vermutungen hin überprüft und so auch drei Schwerpunkte erhalten, in die sich die Anwendung einteilen lässt: 1. Die Wirkung von Anglizismen auf das Lesen und auf gelesene Inhalte Meine Vermutung zielt darauf ab, dass Anglizismen sich auf die Bilder im Kopf und auch auf die innere Stimme beim Lesen auswirken. Einem Text können mit dem Spiel der englischstämmigen Synonyme also verschiedenste Assoziationen bei eigentlich gleichem Inhalt verliehen werden. Die zugehörige Animation vermittelt daher einen überspitzten Vergleich zweier Texte, bei dem sich die Leser verschiedene Assoziationen einblenden lassen können. 2. Der Bedeutung der typografischen Erscheinung eines Anglizismus Für die Schreibweisen von Anglizismen gibt es eigentlich grammatikalische Faustregeln, die jedoch eine Menge Spielraum bieten. Und ob ein frischer Anglizismus über solche Regeln überhaupt angepasst und damit in seiner Wirkung vielleicht abgeschwächt werden soll, ist aus Autorensicht möglicherweise in Frage zu stellen. So erscheinen uns Anglizismen in den verschiedensten Schreibweisen und auch typografischen Ausweisungen. Das Essay nimmt den Gedanken auf, dass Anglizismen schrittweise etabliert und dem übrigen Mengentext angepasst werden, also eine Metamorphose erfahren. Die Schreibweisen werden also als Schritte für den Grad der Anpassung beschrieben und auf das Vorkommen von Beispielen angewandt. Eine Animation zeigt die Vielfalt der Gestalten zu verschiedenen Beispielen. 3. Anglizismen als Werkzeug der Rhetorik Aus den ersten beiden Abschnitten lassen sich zwei Eigenschaften von Anglizismen gewinnen, die für Anglizismen als rhetorisches Mittel aufgegriffen werden: Anglizismen klingen anders, beziehungsweise rufen andere (oder weniger) Bilder in uns ab; Diese Wirkung ist vergänglich, sie verfliegt mit der Anpassung an die deutsche Grammatik und der Etablierung im Sprachgebrauch. Die Gestaltung des E-Mags für das iPad ist minimalistisch und informativ, sie vermittelt über Konturen- und Linienelemente die Möglichkeiten zur Navigation. Die primäre Farbe ist ein an den Korrekturstift erinnerndes Rot. Zusammen mit der Sekundärfarbe Blau greift es zudem die UK- und US-Landesfarben auf. Von klassischen Buch- und Satzschriften inspiriert, ist die primäre Schrift eine Mischung aus geschwungener Barock-Antiqua und aufrechter Egyptienne. Für die Thematik rund um einen vermeintlichen Zerfall ist sowohl das dem Barock angeheftete Bewusstsein für Vergänglichkeit als auch die an großen Egyptienne-Lettern nahe Ästhetik äußerst passend.

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Buchkennung: 
2014 - 0268